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Downswing bei den Pokerrooms? Teilnehmerzahlen um die 30 Spieler und immer sind die gleichen Nasen sind am Start. Bei einer Rake von fünfzehn bis fünfundzwanzig Prozent, frage ich mich über den Lohnenden nach. Nur die speziellen Turniere (viele Chips, gute Strukturen) ziehen mehr Teilnehmer an.

 

 

Seit dem Jahr 2002 gibt es in der Schweiz Casinos. Nicht alle haben gleichzeitig eröffnet, aber es gibt zwei unterschiedliche Kategorien. A – Casinos und B- Casinos. Diese Bewilligungen wurden anno dazumal durch den Entscheid von der damaligen Bundesrätin Ruth Metzler aufgrund der vorliegenden Konzepte gefällt. Zürich erhielt kein Casino. Bis heute hat lediglich ein Casino geschlossen, nämlich dieses in Arosa.

 

Im Wesentlichen unterscheidet sich die A und die B-Konzession der Casinos in der Anzahl der Spielautomaten und deren der angebotenen Tischspiele. In allen Casinos gibt es daher, Roulette (Bankvorteil 50.75%) und Blackjack (je nach Regeln (50,5-52,5%). Spannend wird es beim dritten Tischspiel der B-Casinos. Zum Teil sind es Tropical Stud Poker Varianten, welche auch Bärenpoker oder Lionpoker heissen (Bankvorteil geschätzte 60! %) und neu die Ultimate Texas Poker (geschätzter Bankvorteil 58%) oder Punto Banco (Bankvorteil gegen 52%) Alles sind Spiele gegen die Bank, und ein Casino trägt das Risiko, falls ein Spieler hoch spielt und gewinnt: Theoretisch könnte er die Bank sprengen. Beim Pokerspiel ist das Casino Betreiber, und die Spieler nehmen sich gegenseitig das Geld ab. Für die Durchführung erhebt das Casino einen "Drop"(Gebühr) . Poker ist daher ein problemloses Spiel, welches Personalkosten verursacht.  Mir ist lediglich das Casino Interlaken bekannt, welches Texas Limit Poker (Blinds 5-10) als B-Casino ein Tischspiel gegen andere Spieler anbietet.

 

Den Downswing spüren auch die Casinos. Nicht nur in der Schweiz ist die Wirtschaftskrise präsent, sondern auch weltweit. Las Vegas war noch nie so leer, in den Nachbarländern fehlt auch vielerorts das Geld. Ein wirtschaftlich denkender Betrieb wie ein Casino als Aktiengesellschaft, macht sich daher Gedanken über Einsparungen bei Betriebskosten. Im Casino ist ein Mitarbeiter in der Pokerabteilung mit 2,7 Personen pro Tisch zu veranschlagen (Ferien und Krankheit über den Daumen eingerechnet). Zwei A-Casinos haben sich daher schon entschlossen die Pokerabteilungen zu schliessen und dies mit wirtschaftlichen Begründungen Überlegungen. Doch mit welchem Ergebnis? Ich vermute mit noch mehr schwindenden Besucherzahlen und gähnender Leere in deren Häuser.

 

Das Grandcasino Baden macht es trotz schweren Zeiten vor. Montag ist volles Haus. Dies dank der Pokerabteilung. Es findet das kleine 75 Franken Turnier (25 Franken davon gehen in den Jackpotpool) und ein Omahaturnier statt. Die Spieler sind zum Teil in Begleitung oder spielen selbst noch an den Automaten oder an den Tischspielen. Ein Konzept welches neue Kunden für das Casino beschert. Zum Teil werden diese dank Cashgame sogar zu Stammkunden.

 

Ich gehe auch gerne an diese kleinen Turniere. Ausprobieren statt studieren heisst es da für mich. Besser zu werden im Turnierspiel. Und eben um nachher das richtige Poker, um richtiges Geld legal zu praktizieren. Woanders in der Schweiz ausser im Casino ist Cashgame (also kein Turnierpoker), nicht erlaubt.

 

Cashgames werden in folgenden Deutschweizer Casinos angeboten:

 

Grandcasino Baden (8 Tische): Texas No Limit 5-5, 5-10, Omaha, Texas Limit Poker, Seven Card.

Taxen: 0 – 195 Fr. = 5 Fr., 200-495 Fr. = 10 Fr. , 500-1495 Fr. = 20 Fr., ab 1500 Fr. = 30 Fr.

 

Grandcasino Basel (2 Tische): Texas No Limit 5-10. Taxe ab 100 Fr. = 10 Fr. Grösse des Pots ist unerheblich.

 

Grandcasino St. Gallen (1 Tisch) Texas No Limit 5-5. Taxe unbekannt.

 

Casino Interlaken: (1 Tisch) Texas Limit 5-10. Taxe unbekannt.

 

 

Persönlich wünsche ich mir von den Casinos und den Privatveranstaltern mehr Kreavität, weniger Nebenkosten oder Taxerhöhungen und mehr kulinarische Serviceleistungen. Vielleicht auch mal Mut zu aussergewöhnlichen Projekten. Gerade in diesen Krisenzeiten.

 

 

Cheers Martin