Johnny, wie er früher oft genannt wurde, ist bekannt als der aggressive Pokerspieler schlechthin und dies über die Schweizer Grenzen hinaus. Er startet trotz seiner mazedonischer Herkunft mit Stolz unter Schweizer Nationalflagge und Spieler ist er schon lange. Zwischendrin sieht man ihn ab und zu monatelang nicht mehr und dies hat nicht mit schlechten Spielzyklen zu tun; der Typ hat neben seiner spielerischen Tätigkeiten auch noch zwei Kinder im pubertären Alter, welche bei ihm leben. Auf der gemeinsamen Las Vegas Reise habe ich dies persönlich miterlebt. Mit Laptop, Handy war er immer für seine Kinder als Vater immer richtig da.
Das Pokerspiel hat Besim im Griff. Er ist Meister der Anpassung, der Gegnereinschüchterung von der aggressiven Spielersorte. Zum Teil erinnert mich der Spielstil von Mr. Hot an Dario Minieri, wobei ich bei Besim eher auf das Original tippen würde. Mit seiner Aura am Tisch ist er diesem um Längen überlegen. Hört man seinen Aussagen zu, so kann er jeden kaputt machen und dies nur mit fairen Mitteln:
CAPT Bregenz, Februar 2009. Besim raiste mit A10 und Bobby G reraiste Allin und Mr. Hot callte. Die ganze Hand dauerte trotz der reinen Preflopaction 5 Minuten lang, aber nur wegen Bobby G, weil dieser mit seiner scheusslichen ausserirdischen Pokerbrille endlich mal den Augenblick auskosten wollte, weil er Besim mit den Assen dominierte und so alle Chips in die Mitte bringen wollte. Doch er hatte die Rechnung ohne Besim gemacht. Der Dealer zerschmetterte die Asse von Bobby G mit einer Strasse.
Viele Spieler würden A10 nicht nachzahlen. Nicht so Besim. Er glaubt an seine Chance und an seine „Eier“ und nutzt so die unmöglichsten Spots. Doch der Typ kann Poker und seine Gegner spielen. Er weiss was er tut und dies tut er konsequent gradlinig.
Er zeigte dies vor zwei Wochen in Baden bei Wien. Ein Headsup gegen Martin Kabrehl aus Tschechien, von sieben Stunden sollte es werden. Das Fernsehen (DSF) musste sogar das Turnier unterbrechen, weil die beiden sich so lange und intensiv bespielten.
Besim war einige Male dem Sieg näher als Martin. Doch leider war Besim das Glück nicht so hold. Er gab alles und wurde Zweiter. Vizeeuropameister wie wir Schweizer so gerne sagen. Doch Besim ist ein Gewinner. Er zeigte dass er nicht nur böse aussieht, sondern auch Poker spielen kann. Da bin ich ja mal auf die DSF Berichterstattung und die Anzahl Folgen gespannt.
Lieber Besim, ich gratuliere Dir herzlich zu Deinem grossen Erfolg an der Poker EM 2009.
See you @ the tables.
Cheers Martin