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Von: Gabriel Garcia

Jedoch bestimmt nicht die Letzten.

Ihr ahnt es vielleicht. "Er hat wieder mal ein gutes Resultat hingelegt deshalb schreibt er wieder"^^ und tatsächlich, so ist es teilweise:).

 

Eigentlich will ich nicht über mein gutes Resultat schreiben sondern über die Erfahrungen die ich in meine letzten zwei Zweitagesevents gemacht habe.

 

Beide Turniere hatten ihre positiven wie auch negativen Punkte die ich hier in einem Blog aus meiner Sicht präsentieren möchte.

 

Zwei Turniere mit Levelzeiten von 45 Minuten und mindestens 200 Bigblinds als Startstack liessen die Herzen der Livepokerspieler höher schlagen. Die besten der CH-Livepokerszene waren an beiden Turnieren Vorort und kämpften nicht nur ums Preisgeld, sondern um begehrte "Swissrankingpoints" und Ruhm und Ehre. Ca. 20h Spielzeit musste der Gewinner eines solchen Events konzentriert spielen und möglichst wenige Fehler begehen, denn diese wurden gnadenlos von den Mitspielern ausgenutzt.

 

Doch nun zu den einzelnen Turnieren. Beginnend mit dem Zürich Open:

 

Ein Turnier der Kategorie AA.

 

Gespielt wurden insgesamt 3 Spieltage, wobei 2 von ihnen Tag 1a und Tag 1b waren.

 

Insgesamt bezahlten 276 Spieler:

- Buy-in von CHF 500.--

- Rake von CHF 50.--

- Gastrobeitrag von CHF 30.--(Diese beinhalteten ein Gratis Getränk sowie kleine Snacks und das Nachtessen (Rotes Curry mit Poulet und Reiss))

Dies generierte einen Preispool von stolzen CHF 138'000.--

Als ich eine Woche vor dem Zürich Open ein Turnier in der SPL spielte, liess die Turnierleitung durch das Mikrofon verkünden, dass ab dem Wochenende alle Turniere pünktlich starten werden, da sie es sich nicht erlauben konnten, das Zürich Open (ein Turnier der extra Klasse, auf welchem alle Augen der CH-Poker"szene" gerichtet sind) mit Verspätung zu beginnen.

 

Leider klappte dies nicht wirklich. Ich fange aber von vorne an und gehe Punkt für Punkt durch, was mich gestört hat und was ich wie immer Klasse fand.

 

Ich kam in Dietikon an und ging extra noch 1 Stunde früher in die SPL da ich noch auf der Warteliste war und es hiess, dass die ersten 10 der  Warteliste, noch einen Platz am Zürich Open 2009 bekommen würden. Dort angekommen ging das Check-in noch flotter als an den anderen Tagen, WOW. Innerhalb von einer Minute war ich eingecheckt und begutachtete meinen gezogenen Platz. So nun nur eine Stunde warten und dann lospokern.

 

Denkste.

 

Das Turnier begann an beiden Tagen mit Rekordverdächtigen 45 Minuten Verspätung. Sichtlich genervt von der Warterei gab es dann noch von Al ein super Intro. Er stellte das ganze Team mit einer Mischung aus mysteriöser Stimme und Lichteffekten vor als wären wir in einem Theater. Mir gefiel es und ich fand es super. Jedoch fragte ich mich die ganze Zeit, wieso sie die Spieler, die nicht pünktlich waren nicht einfach herunter blinden liessen. Ist doch denen ihr Pech wenn sie erst im 2. Level einsteigen konnten. Zeit hatten sie ja genug. Und war ja nicht weiter schlimm mit 10k Stack im Level 50/100 einzusteigen. Naja.

 

Das Turnier begann wie gesagt nach 45 Minuten und einem etwa 10 Minuten Intro. Die Tische wurden zügig besetzt und es konnte gestartet werden. Jedoch waren noch einige Stacks am Tisch, die Besitzerlos waren. Diese jedoch, waren nicht besonders Geschickt platziert. So kam es zum Beispiel an meinem Tisch zu folgendem Szenario. Ich auf Position 5. Position 6 und 7 waren leere Stacks, die mitliefen und auf Position 8 war dann wieder ein Spieler.

 

Durch diese Anordnung war ich 3 mal auf der Button Position und der Spieler 8 war 3 mal UTG, und das während 2 Levels was in diesem Turnier 1h30min entsprach. Ich könnte mir vorstellen, dass es dem Spieler auf Position 8 nicht so passte.

 

Diese Anordnung fiel mir jetzt zum 3. mal auf. Einmal beim Gentlemen Poker Club bei der Eröffnung (ich sagte es dem Floorman und er merkte es sofort), bei der Swiss Poker Lounge am Zürich Open und bei den Pokermaniacs am Eastern Special.

 

Nach einigen Levels begann in der SPL die 1. Pause. Kurz vor der Pause ging Floorman Ottavio Benelli durch die Tische und schaute sich die grössten Stacks pro Tisch an und notierte sich die Namen der jeweiligen Spieler. Danach ab in die Pause. Leider hat es nur 2 Klos, wobei eines eigentlich ein Damen WC ist (glaube ich). Jedenfalls warten "nur" 4 Toiletten auf noch ca. 120 verbliebene Spieler. Logisch das da eine Pause von 15 Minuten nie ausreichen würde. Aber nichts desto trotz mussten viele nicht :P sodass man noch genügend Zeit hatte um mit dem einen oder anderen die Situation zu besprechen und noch was zu knabbern zu besorgen.

 

Weiter ging es nach 15 Minuten der Entspannung. Hochkonzentriert gingen die Spieler wieder an die Tische. Über die Lautsprecher waren dann die Chipleader zu hören mit der Anzahl an Chips. Dies fand ich gut, so konnten sich die Spieler ein bisschen orientieren. Allgemein wurden die Spieler sehr gut über den Turnierverlauf organisiert. Jedes Level wurde rechtzeitig angesagt und auch bei verschiedensten Problemen Schritt der Floorman, der jederzeit Herr der Lage war, ein um Situationen zu klären.

 

Bald war es dann an der Zeit Essen zu gehen. Diese Essenspause war sehr gut organisiert. Während die Hälfte ein Level von 45 Minuten weiterspielte, ging die andere Hälfte in den vorderen Bereich, in welchem sich die Speisen befanden. Es duftete schon im ganzen Raum nach Thaicurry. Und so schmeckte es dann auch.

Leider fand ich CHF 30.- für ein Essen vom Buffet etwas übertrieben, auch wenn es wirklich lecker und in den CHF 30.- noch ein Softgetränk enthalten war.

 

Pokermaniacs:

Ein Turnier der Kategorie AA.

 

Gespielt wurden insgesamt 4 Spieltage, wobei 3 von ihnen Tag 1a, Tag 1b und Tag 1c waren.

 

Insgesamt bezahlten 256 Spieler:

 

- Buy-in von CHF 300.--

- Rake von CHF 50.--

- Gastrobeitrag von CHF 0.--(Kleinere Snacks sowie Mineralwasser und Orangensaft waren inklusive.)

 

Dies generierte einen Preispool von stolzen CHF 76'800.--

 

Eigentlich hatte ich noch nie etwas von den Pokermaniacs gehört. Doch das sollte sich ändern sobald ich das Turnier auf Buy-in.ch sah. Ich meldete mich an, denn dieses Turnier liess mein Pokerherz gleich wie das Zürich Open höher schlagen. 45 Minuten Levels. 12k Stacks. Blinds 25/50 was uns allen 240 BB's als Start gab. Kein wunder zog es 256 Spieler an Ostern in das Kaff Bubikon.

 

 

15 Minuten vor Turnierbeginn erreichte ich Bubikon. Einmal am Bahnhof angekommen sah ich den Wald vor lauter Bäume nicht und so fragte ich diverse Passanten, wo es den zum Rampenclub gehe. Schnell erkannte ich, dass dieser direkt vor meiner Nase stand. Ich ging zur Kasse, registrierte mich und bezahlte das Buy-in. Dafür bekam ich eine Papierkarte mit Tisch und Sitzplatz.  

 

Ein bisschen später (ca. 15 Min. Verspätung)  ging es dann schon los. Die Pokermaniacs stellten sich selber vor und auch den Floorman. Erklärten noch die eine oder andere Regel, die eventuell im späteren Turnierverlauf wichtig wäre und dann hiess es: Shuffle up and deal.

 

Ich sass von Anfang an am "Finaltisch" auf einer erhobenen Bühne. Was hätte ich gegeben nicht dort zu sitzen. Man glaubt es kaum, aber bei diesem heissen Tag war es dort oben noch wärmer als unten (dies bestätigten mir auch noch weitere Spieler). Leider war auch keine Klimaanlage da. Naja.

 

Die Pausen verbrachten die meisten Spieler draussen. Dort war auch ein Grill aufgestellt mit diversen Speisen. In der Bar, die sich im Gebäude befand, konnte man die Getränke und kleinere Speisen kaufen. Zusätzlich gab es neben dem Turnierbereich diverse kleine Sachen (salzig, süss wie auch fruchtig). Der Ort gab nicht viel her. Entweder man war drin oder draussen. Es ist nicht so wie in der SPL, in welcher man sich auch ohne Poker unterhalten konnte. Dort kam man wirklich nur zum Pokern.

 

Leider war die Essenspause nicht so geregelt wie in der SPL. So hätte man das lange anstehen verhindern können.

 

Fazit:

Super Events, die beide noch Verbesserungsmöglichkeiten haben.

Ich erlaube mir hier, Noten 1-6 (wobei 6 das höchste und 1 das niedrigste ist) zu vergeben, so wie ich es aufgenommen habe.

 

Location:

Swisspokerlounge: 5.25

Top. Der Turnierbereich ist sehr gross und bietet Platz für ca. 15 Tische und ist für die Zuschauer abgesperrt. Hat eine feine Sitzecke mit Sofas und einem Bildschirm, in welchem leider immer die gleichen Pokermovies laufen, aber dennoch unterhaltsam. Leider finde ich sind die ersten Billiardtische zu nahe am Turniergeschehen. Auf diesen spielt einfach nie jemand. Leider ist die Location mit den ÖVs leider nicht einfach zu erreichen bzw. gar nicht erst zu verlassen wen man mal weit kommt.

 

Pokermaniacs: 4.75

Gut. Der Turnierbereich ist sehr gross und bietet Platz für ca. 10 Tische plus 1 Finaltable und ist von den Zuschauern abgesperrt. Es hat keine Bildschirme nur einen Beamer der die Blinduhr projiziert. Die Location hat leider keine Klimaanlage aber ist gleich am Bahnhof Bubikon gelegen.

 

Dealer:

Swisspokerlounge: 5.25

Durchmischt. Die SPL bietet eine eigene Dealerausbildung an. Was ich schade finde ist, dass auch nicht so erfahrene Dealer an den Turnieren Dealen die CHF 50.- an Rake kosten. Einige dieser Dealer sind sehr gut. Schnell, behalten die Übersicht und fallen auch bei Splitpots nicht aus dem Konzept. Jedoch gibt es dann andere, die es erst mithilfe des Floormans lösen können und oft viele Fehler machen bzw. nicht aufmerksam sind. Zum Glück findet man in der SPL einen guten Floorman der jede Situation fair und korrekt löst unabhängig ob es sich um einen Stammspieler oder fremden Spieler handelt.

 

Pokermaniacs: 4.5

Durchmischt. Leider ist die Anzahl der sehr guten Dealer bei den Pokermaniacs = 0. Es gibt dort gute Dealer (jedoch nicht vergleichbar mit SPL) und sehr viele unterdurchschnittliche Dealer. Zum Teil sah das Verteilen der Karten leider nicht so professionell aus. Einige der Dealer hatten auch nicht eigene Namensschilder, so dass ich daraus schliesse, dass sie gar nicht richtige Dealer sind, sondern eher eine Art Aushilfe. Dafür waren die Floormans die die Maniacs organisierten Top. Sehr freundlich und sehr sehr kompetent was die Benotung etwas erhöht.

 

Turnierstruktur:

Pokerlounge: 5.75

Die Turnierstruktur lässt die Herzen der Pokerspieler höher schlagen. Während man sich vor 2 Jahren noch im Grand Casino Baden und auch diversen Liveturnieranbietern mit 15 Minuten Levels, ständiger Verdoppelung und oft nur 50 BB Startstack zurecht finden musste, konnte man beim Zürich Open mit einem Stack von 200BB's starten und bei einem Blindlevel von 45 Minuten und nicht sehr steilen Struktur auch sehr gut spielen.

 

Pokermaniacs: 6

Die Turnierstruktur von den Pokermaniacs war bis jetzt das Mass aller dinge. Ich habe bisher noch keine bessere Struktur gesehen wie bei ihnen. 240 BB's und 45 Minuten Levels ist momentan so das aller höchste der Gefühle.

 

Service:

Pokerlounge: 6

Bei der SPL liess man niemanden verhungern. Nebst dem Thaibuffet in der Essenspause konnte man sich jederzeit mit salzigen Knabbereien vollstopfen. Für die Gesunden unter uns gab es auch eine Schale gefüllt mit diversen Früchten.

Reichte einem das nicht, konnte man sich an der Bar mit Pizzas, Hot Paninis, Hot Dog's und Schnitzelbrote vollfressen.

Zusätzlich waren 2 junge Damen am Zürich Open zuständig, den Spielern an den Tischen Top Service anzubieten.

 

Pokermaniacs: 6

Die Verpflegung war optimal. Wie bei der SPL gab es auch bei den Maniacs verschiedene Knabbereien und eine Schale mit Früchten. Dazu konnte man sich Hot Dog's und verschiedenster gegrillten Speisen kaufen.

 

Kosten:

Swisspokerlounge: 4.75

Die Kosten für das Turnier waren Standard. Ein Buy-in von 500.- erfordert 50.- Rake was 10% entspricht. Dies würde genügen, wenn da nicht noch die 30.- Buffetspesen anfallen würden. Was mich vor allem an den Spesen stört ist, dass man dafür zwingend das Thaibuffet nehmen musste. Jemand der nicht gerne asiatisch isst, dem hätte man doch die Möglichkeit geben können, eine Pizza oder so zu bestellen für den Preis den er bezahlt hat.

 

Pokermaniacs: 5.25

Die Kosten für das Turnier waren etwas zu teuer. Ein Buy-in von 300.- erfordert ein Standardrake von 40.-. 50.- sind somit 6.6% teurer als die SPL. Das Buy-in ist jedoch für jedermann zahlbar. Jedoch konnte man die 10.- extra als Essens- und Getränkegebühr sehen. Die kleinen Sachen waren nämlich inkl.

 

Intro:

Pokerlounge: 6

Das Intro war wie so oft von Al gemacht worden. Seine Stimme klang ruhig und geheimnisvoll. Alle hörten geduldig zu wie er das ganze Personal vorstellte und allen gutes gelingen wünschte. Ich hoffe, dass dieser Job (Intro) weiterhin bei Al bleibt.

 

Pokermaniacs: 5

Leider stellten die Maniacs nur sich selber und den Turnierchef vor. Der Rest des Personals blieb aus (obwohl sie auch ein sehr wichtiger Teil der Mannschaft sind).

 

Unterhaltung nebst Turnier:

Pokerlounge: 6

Dazu kann ich nur sagen Top. Nebst dem Billiard kann man auch im hinteren Bereich die Videospiele ect.  Zusätzlich hat es noch einen Headsup (oder zwei) Automaten und 2 Massagesessel. Dabei ist das noch lange nicht alles. Min. 2 grosse Fernseher spielen Pokerepisoden ab (leider immer wieder die gleichen, aber wen man sie noch nicht kennt:P).

 

Pokermaniacs: 4

Leider bietet Bubikon einfach nichts. An diesem sonnigen Wochenende konnte man immerhin draussen an der Sonne entspannen. Was aber, wen es mal im strömen regnet? Dann sitzen 130 Spieler ausserhalb des Turnierbereichs und zerquetschen einander die Füsse…Naja…

 

Pünktlichkeit:

Pokerlounge: 1

Leider ist das halt immer wieder das Problem. Auch wen sich die SPL vorgenommen hatte pünktlich zu starten, so entstand mit dem Intro eine Verspätung von insgesamt ca. 50 Minuten.

 

Pokermaniacs: 4

Auch hier hat man es nicht geschafft pünktlich anzufangen. 15 Minuten sind zwar in der Toleranzgrenze, aber trotzdem frage ich mich, wann es irgendein Veranstalter durchziehen wird und pünktlich startet?

 

Sonstige Pluspunkte:

Pokerlounge:

Am Turnier anwesend war eine (oder zwei?) Masseusinnen. Diese sorgten für Entspannung wen man sie brauchte.

 

Pokermaniacs:

Die Pokerchips bei den Pokermaniacs waren die geilsten mit denen ich je gespielt habe. Ich würde mir wünschen, mit denen an jedem Turnier spielen zu dürfen.

 

Sonstige Minuspunkte:

Pokerlounge:

Leider Spielt die SPL immer noch mit herkömmlichen Chips ohne Logo. Ich würde mir wünschen, endlich gute Chips in den Händen zu halten. Auch Platten wären nicht verkehrt.

 

Pokermaniacs:

-

 

Das war nun mein Blog (etwas lang geworden), hoff ihr pennt nicht ein. Viel spass und gute Hände. See you @ the tables.

Ps: Bitte ergänzt es, falls euch was anderes aufgefallen ist bzw. ihr mit irgendetwas nicht einverstanden seit.