Höhepunkte sind was Gutes. Wenn ich über Differenzen und Schwierigkeiten im Schweizer Pokergeschehen berichte, dann gehört das nicht zu meinen persönlichen Höhepunkten. Ich exponiere mich aus eigenem Antrieb, weil ich daran glaube, dass Poker in der Schweiz eine Chance und eine Zukunft hat, im Gegensatz zu Deutschland (höchster Turnier Buy-in = 20 Franken/15 Euro). Aber wenn man heikle Geschichten anpackt, dann sorgt das eben auch für Unmut, manchmal erhalte ich sogar Drohungen. Ich bin überzeugt, dass ich in der jetzigen Aufbauphase der Schweizer Szene einen kleinen Beitrag zu sauberem Pokersport beitragen kann und will. Darum schaue ich hin.
Arbon am Bodensee ist idyllisch gelegen. Arbon hat zwei Pokerclubs - oder momentan nur noch einen. "House of Poker" läuft wie geschmiert. Beim "all in Poker Café" von Ralf Möller standen am Samstag doch viele Spieler vor verschlossenen Türen. Einige waren extra früher aus den Ferien zurückgereist und für andere war das angekündigte Jahresendturnier ihr spielerisches Highlight, bei dem es einen Added Preispool von geschätzten 25'000 Franken gab.
"Added Preispools" sind was Tolles, wenn sie mit Werbung zusätzlich gesponsort werden. Doch woher kommen diese, wenn einer nichts mit Werbung zu tun hat? Natürlich kann man interessante Preispools mit Eigenwerbung finanzieren, dass der Geschäftsinhaber jeweils von den einbezahlten Buyins 5% des Preispools abführt und in ein Jahresendturnier steckt. Naja, halb so schlimm, es wurde ja klar publiziert und so kann man sich als Spieler dies noch überlegen. Wer vorne in der Rangliste stand, bekam mehr Chips. Also ein originelles Konzept, eine ESBK-Verfügung kenne ich für ein solches Modell (Turniere und Sit'n'Go's) jedoch nicht.
Klaus Möller hatte im Jahr 2009 schon einmal ein Quartalsturnier mit diesem Modell gemacht. Da kamen etwa 17'000 Franken dazu und da lief alles am Schnürchen. "Also klappt dies auch ein weiteres Mal", dachten sich viele Spieler. Seither sind zwei Quartale vergangen und es sind schätzungsweise 25'000 Franken zusammengekommen. Und eben sollte am Samstag 12. Dezember 2009 dieses Turnier stattfinden. Tat es jedoch nicht. Am Eingang steht ein Zettel, mit der Begründung, dass das Turnier nach einem bevorstehenden Lokalwechsel nach Kreuzlingen stattfinden soll. Auf Buyin.ch wurde es zwar auch abgesagt und die entsprechenden Pokerspieler hätten auch eine standardisierte Email bekommen. Ob dies einem aus dem Urlaub heimkehrenden Freund des Pokerspiels gerade noch reicht?
Es ist schade um den Schatten, der ein solcher Vorfall wieder auf die private Pokerszene wirft. Alle, die sich mit Herz und Seele für fairen Pokersport einsetzen, müssen sich mehr und mehr rechtfertigen. Und für die gilt in der Goldgräberstimmung die Durchhalteparole.
Natürlich gilt für alle hier erwähnten Personen die Unschuldsvermutung.
Cheers Martin
» Chris Engeler
Danke für die Info René mal sehe, ob ich in der ...
» René Ruch
Hallo Chris leider ist nicht mehr vile los in der ...
» René Ruch
» Marco Burri
@Ferdinand Headbangen (auch „Headbanging“ o...
» Ferdinand Fischer
wenn SOGAR rino am morgen Chop-Chop gelesen hat -...