Mit Poker habe ich im Crand Casino Baden begonnen. Aufgrund der Baby Pause hatte sich Sue des Oefteren auf DSF die Pokergames reingezogen (fördere die Produktion der Muttermilch, so Hipp und seine Freunde) und hat so die Begeisterung für dieses Spiel entwickelt.
Sie hat mich dann mal an einen Cash Game Tisch herangezogen. Ich war so nervös und meine Hände zittern mehr als die Herbstblätter inmitten eines Tornados. Meine Halsschlagader pulsierte und drohte aus der Haut zu springen.
Ich machte einen kleinen Gewinn und entfernte mich bachnass vom Pokertisch.
Im Laufe der Zeit (ja ich weiss, klingt als würde der Poker-Rookie schon seit der Erfindung der Taschenlampe in den Kinos Poker spielen) entwickelte sich mein Spiel und ich hatte 2008 einen guten Lauf. Auch in den wenigen Cash-Game Sitzungen mit meiner Lieblings-Cash-Hand 7/3 erzielte ich einen schönen Gewinn. Meine bevorzugte Location war das Grand Casino Baden.
Aufgrund der vielen Anbieter und der Tatsache, dass Baden nicht gerade meine Nachbars-Gemeinde ist, bevorzugte ich vor allem in diesem Jahr die Anbieter in der Nähe.
Wie schon im Blog von Señor Garcia erwähnt lief ich jedoch in letzter Zeit immer mehr in Suckouts rein, und ich meine wirklich Suckouts.
Nur ein kleines Beispiel gefällig: Lokation? sage ich nicht ,der Veranstalter kann ja nichts für die Pokergötter der Neuzeit mit dem IQ einer Essiggurke im M-Budget Glas.
Ich Button K/Q s, 4 Limper bis zu meiner Position, ich raise Pott, Call vom SB und 3 weiteren Spielern. Flop K/Q/7 Rainbow (wenn Du siehst einen Regenbogen, musst Du Wasser holen gogen). 2 Pair, eigentlich not much danger, trotzdem spiele ich Pott. Call vom SB die anderen Spieler der Limpiade folden. Ich überlege kurz was Mister SB wohl haben könnte. Set 7?
Turn 4, immer noch Rainbow. Ich habe noch rund ¾ Pott und gehe All-In. Instant-Call und ich glaube nun wirklich an das Set oder zumindest die Asse. Nun der Kolleg-Essig aus dem Concombres-Glas zeigt mir? Ja was denkste? Er zeigt mir doch tatsächlich A/4 o. Geil er hatte die 4 auf dem Turn getroffen. Hilfe eine Monsterhand. Ist der Kerl vom Wahnsinn umzingelt oder einfach aus einer Irrenheil-Anstalt für Mutanten ausgebrochen? Frei nach dem Motto mit den dummen Bauern und den grossen „Herdöpfeln“ trifft er noch ein As auf dem River und bustet meine zwei Paare. Eine Ausnahme? JEIN.
Das Pokerspiel avansierte an einigen Oertlichkeiten zusehends zum Glückspiel. Klar sie treffen nicht immer. Aber einer von fünf schon eher. Ergo habe ich mich in letzter Zeit sehr zurückgezogen und spiele nur äusserst selten. Eigentlich wollte ich eine schöpferische Pokerpause einlegen.
Letzten Freitag hatte ich Lust wieder mal nach Baden zu fahren, da ich in der Nähe etwas zu erledigen hatte. Kurzerhand entschloss ich mich das CHF 75 Turnier zu spielen. In diesem Jahr mit 4'000 Chips, 20 Minuten Levels und besserer Struktur, eine deutliche Verbesserung und durchaus spielbar. Danke Udo Herbst.
Ich war dieses Jahr mit Ausnahme der Casino-Pokermeisterschaft erst 3 mal im GCB. Bilanz 3 mal Finaltable, 3 Mal nicht im Geld (Super Schmidi).
Nun am Freitag wurde ich Dritter ITM, verlorene Hand A/Q gegen sein Paar 6, alles ok so.
Am Samstag nochmals der Weg nach Baden und noch ein CHF 75 Turnier. Diesmal wieder ITM als 5., verlorene Hand A/K gegen ein Paar 9, alles in Ordnung. Am Sonntag versuchte ich das Tripple. Leider waren nur 17 Spieler die das CHF 150 spielen wollten. Ich setzte mich trotzdem hin und teilte dann mit Angelo Casa Nostra Tombola di Luna das Preisgeld. Den mit einer offenen Hand für die Casinopunkte ausgepielte Hand um den Sieg (unter 20 Spielern gibt’s keine SR Punkte mehr) gewann DON ANGELO mit dem einzigen Suckout des Weekends. Er kriegte offen meine Lieblingshand 7/3 und ich das Paar 6. Die 7 auf dem River. Weisch e du ich schon spiele fuffzig jahr di poker (seine einzigen deutschen Laute an diesem Abend).
MY CASINO LOVE IS BACK. Werde in nächster Zeit wieder ab und zu ins GCB fahren. Top Location, super Personal auch im Service, verbesserte Blindstruktur und überraschend wenige Suckouts trotz der tiefen Buy-Ins.
Greets Chris Engeler