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Von: Michel Fankhauser

Nino Murati ist einer der wenigen Spieler, der in Sachen Preisgeld bei Swiss Ranking Events die 100’000er Grenze überschritten hat. Regelmässig nimmt der sympathische Routinier an Final Tables teil. Bis heute stehen 11 Rankingsiege auf seinem Konto. Er betreibt diesen „Sport“ schon seit 1992 und weiss genau, wos lang geht. Im Jahre 2004 feierte er seinen grössten Erfolg. Er erreichte an den Europameisterschaften im 7-Card Stud den tollen 7. Platz!

 

Nino Murati gehört zum Stamm der „Badener Connection“. Er ist aus diesem Casino nicht wegzudenken und eine Bereicherung für die Casinoszene. Ein Gentleman halt, durch und durch. Immer zuvorkommen, nett, und natürlich gut gekleidet. Ein Gentleman, der jedoch auch schon mal ausgerastet ist. So hat er mir einmal, als wir im Grand Casino Baden nebeneinander sassen, anvertraut, dass er einmal einen sehr bekannten Schweizer Pokerspieler vom Turniertisch gehauen hat. Wohlgemerkt nicht mit der besseren Hand, sondern mit dem Ellbogen. Eine COBRA kann also nicht nur beissen! Insider wissen, dass sich die beiden heute wieder verstehen. Das geschah ja schliesslich unter Männern! Mit Frauen geht er selbstverständlich ohne Ausnahmen charmant um. Ein Heads-up an einem Samstag bleibt mir in bester Erinnerung. Ein Heads-up nämlich mit einer hübschen blonden Dame. Nino Murati hat deutlich mehr an Chips als Pamela Anderson. Gentleman-like, wie er eben ist, bot er ihr einen Deal an. Pamela jedoch akzeptierte den 50/50 Deal nicht, obschon sie weit hinten lag. Die Dame wollte nichts geschenkt! Respekt! Der Mut wurde schliesslich belohnt und sie kämpfte sich eindrücklich zurück und verwies Nino in die Schranken. Pamela Anderson spielte wirklich stark und gewann das Turnier in Baden.

 

 

Ich persönlich habe Nino Murati logischerweise immer wieder am Pokertisch getroffen. So richtig spektakuläre Fights jedoch hatten wir nie. Nino hat mich schon aus Turnieren bugsiert, und ich auch ihn, aber halt einfach in „normalen“ Situationen. An eine knifflige Situation kann ich mich aber erinnern. An einem Mittwochsturnier in Baden verbleiben noch ungefähr 16 Spieler an zwei Tischen. Der Big Blind war bei 800 und ich hatte diese 8 Hunderter bereits drin. Nino bezahlte UTG. Leonardo Russo als Small Stack ging mit ca. 2500 all-in. Ich hatte noch knapp 6000 und ein kleines Paar.  Ich tätigte einen Reraise und ging all-in. „Das kann ich nicht bezahlen“, meinte Nino und foldete. Er gab mir zu verstehen, dass ich einen schlechten Move gemacht habe, bevor die Karten gezeigt wurden. Wir hätten ihn zusammen rauswerfen können, meinte Nino in einem wirklich anständigen Ton. Ich war nicht einverstanden mit seiner Meinung, obwohl er der routiniertere und bessere  Spieler ist als ich. Bei Leonardo hoffte ich auf AK oder etwas Ähnliches, sodass ich eine 50:50 Chance gehabt hätte. Leonrdo hatte jedoch zwei Kings und verdoppelte. Nino hätte doppelt getroffen und Leonardo rausgeschmissen. Dies verstärkte natürlich seine Meinung, dass ich nur hätte callen können. Nino wirkte dann doch ein wenig gereizt und ich verzichtete auf einen weiteren Kommentar, denn ich wusste ja ob seinen gefürchteten Ellbogenchecks ;-) !

 



Übrigens habe ich gehört, dass du Nino scheinbar ein guter Koch bist. Du könntest mir das selbstverständlich einmal beweisen. Dann können wir uns in aller Ruhe nochmals über diese knifflige Hand unterhalten. Ich werde dann selbstverständlich eine gute Flasche Rotwein mitnehmen und dir natürlich auch den Fünfliber zurückgeben, den du mir beim Swiss Masters ausgeliehen hast für ein kühles Bier. Wir sehen uns also am nächsten Donnerstag wieder in der Swiss Poker Lounge. Selbstverständlich gehörst du mit deiner enormen Erfahrung zu den Favoriten. Deine 6 Siege alleine in diesem Jahr sprechen zudem eine deutliche Sprache!

 

 

Bis morgen, mit meinem letzten Beitrag. Last but not least werde ich morgen von Rino Mathis berichten.

 

Michel Fankhauser

 

ps. Die Heads-up Gegnerin war natürlich nicht Pamela Anderson, sondern Pamela Burri. Ich habe mir einfach gedacht, das tönt viel interessanter! In Sachen Aussehen steht sie jedoch dem Baywatchgirl in nichts nach!