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Der „Staatsstreich“ der E.L.M. Fraktion

Hand hoch… wer hat nicht laut gelacht, geschimpft oder einfach nur den Kopf geschüttelt als sich die Veranstalter der E.(wignörgler) L.(obbyisten) M.(ärtyrer in Pseudoform) Fraktion vom Swiss Ranking losgesagt haben.

 

Als ich mir die Statements der Wortführer zu Gemüte führte, dachte ich zuerst, ich hätte versehentlich den Google Übersetzer auf Koreanisch, Sektion Nord, eingeschaltet und würde ein Manifest von Kim-Jong-il lesen.

 

Jo chasch denke… die Aussagen stammen von Menschen, die im direktesten Demokratieland auf Erden leben und ihren gemeinsam/einsamen Entscheid, ideologisch und propagandistisch damit begründen, dass sie genau wissen, was das Beste für den Turnierspieler ist.

 

Es wurden Contra-SR-Argumente vorgetragen, die entweder obsolet (die SR-Gebühren sind 2010 drastisch gekürzt worden und gehen vollumfänglich in den SR Preispool, der Ende/Anfang Jahr ausgespielt wird), vorsintflutlich (seit 2009 werden SR-Turniere, die Buy-In CHF 600.- und mehr betragen, als 500-er Turniere gewertet) oder haltlos sind. (Spielerabwanderung von Live Events zu Online Poker… selten war eine Pokeraussage abwegiger…)

 

In der Vergangenheit hat die E.L.M. Fraktion öfters Kritik gegenüber PokerAction/Swiss Ranking angebracht… manches war gerechtfertigt…

 

Einige Veranstalter fühlten sich von der SPM 2009 „übergangen“… absolut nachvollziehbar aber nicht beabsichtigt… daraufhin haben wir ad hoc Platz für die Veranstalterpräsentation während der SPM geschaffen. Der Entscheid wurde wohlwollend aufgenommen aber die Option wurde letztendlich kaum genutzt.

 

Dann wurde uns Unfähigkeit bezüglich Sales/Marketing vorgeworfen. Die vorgetragene Tonart der Kritik war nicht Dialog fördernd aber sie war im Kern legitim… wir haben reagiert: Patrick Bucheli, unser neues PokerAction Teammitglied, nimmt jetzt die Sache in die Hand…

 

Ebenfalls werden wir der Intransparenz bezichtigt. Die Höhe des gegenwärtigen Swiss Ranking Preispools sei nirgends ersichtlich. Auch dieser Einwand ist berechtigt. Wir vergeuden zuviel Zeit dafür, wie cool und auffallend wir den SR Preispool präsentieren wollen, anstatt ihn endlich zu publizieren…

 

Die E.L.M. Fraktion ist der lebende Beweis dafür, dass der Januskopf kein Mythos ist. Einerseits haben sie uns in der Vergangenheit mit ihrer Kooperation und Hilfsbereitschaft beeindruckt, andererseits ziehen sie konspirativ die Hauptfäden in dieser Farce.

 

Mit ihrer neuesten Aktion versucht die E.L.M. Fraktion das Swiss Ranking gezielt zu demontieren… mehr noch… allen Zürcher Veranstaltern, die sich nicht dem Boykott anschliessen und weiterhin beide Rankingturniere anbieten wollen, wird Republikflucht unterstellt und der Ausschluss aus dem „inneren Kreis“ ist vorprogrammiert… da sage doch noch einer die Mauer gibt’s nicht mehr… Blödsinn! Sie wird gerade wieder in der Zwinglistadt aufgebaut!

   

Doch die Untermauerung ihrer Doktrin, stellt alles Bisherige in den Schatten… Achtung! Jetzt kommt’s…

 

Sie möchten eine Überforderung des Klienten… welches Ranking, wie viele Punkte… verhüten und ihnen unter Gleichschaltung nur das „Menü 1“ servieren.

 

HALLO?!! (…übrigens möchte ich diesen rhetorisch, hinterfragenden Ausdruck, Originalinterpunktion von Reto Locher, zum Pokerwort des Jahres nominieren…)

 

Kann es wirklich sein, dass die E.L.M. Fraktion ihrem Kunden… der während eines Spieles zig Entscheidungen innert Sekundenschnelle treffen muss… die Entscheidung eigenmächtig abnimmt (und ihn als Trottel hinstellt), welches Turnierranking er spielen soll? …es wäre sonst zu konfus… HALLO?!!

 

Eigentlich müsste ich mich vor Lachen krümmen… denn so einen Schwachsinn kann man gar nicht ernst nehmen! … wenn da nicht ein Detail wäre, dass ich nicht ignorieren kann…

 

Wer PokerAction oder Rino bezüglich Swiss Ranking angreift, attackiert auch mich. Kaum jemand weiss es aber die jährlichen zwei Millionen Franken, die PokerAction generiert, muss Rino mit mir teilen…

 

Es war von Anfang an geplant, dass Rino als PokerAction Frontmann agiert und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Ich hingegen halte mich im Hintergrund auf und kümmere mich um das Back Office.

 

Bei strategischen, firmenpolitischen und finanziellen Beschlüssen hingegen, treffen wir die Entscheidungen gemeinsam.

 

Eine Zeitlang habe ich mich bei Zwiegesprächen, Print- und Onlinemedien um Richtigstellung bemüht. Rino ist nicht der Gründer, Besitzer und Ideengeber von PokerAction sondern der Mitgründer, Mitbesitzer und Mitideengeber von PokerAction.

 

Gebracht hat es wenig… tendenziell sehen und wahrnehmen Menschen was sie sehen und wahrnehmen wollen… glauben sie zumindest... eine intellektuelle und strukturiert selektive Perzipierung ist nicht jedem Zweibeiner vergönnt.

 

Da mein Ego sich in Grenzen hält, lasse ich inzwischen die Menschen im Glauben, dass Rino auch das Chäsfondue, die Schokolade und Ricola erfunden hat…

 

Doch ich kann es nicht mit ansehen, dass Rino für alles und jedes verantwortlich gemacht wird und grundsätzlich immer Schuld hat.

 

Dann muss ich gelegentlich aus dem Hintergrund auftauchen und fairerweise solidarisch Prügel einstecken.

 

Rino polarisiert... aber niemand kann ihm den Vorwurf machen, dass er nicht mit Herzblut dabei ist. Der Antriebsfaktor Geld spielt sowohl bei ihm wie auch bei mir eine völlig untergeordnete Rolle… obwohl die CHF 2 Mio. pro Jahr nicht zu verachten sind… dream on…

 

Bei aller subjektiven Voreingenommenheit… im Gegensatz zur SS (ein Schelm, wer Böses dabei denkt…) kostet das Swiss Ranking für den Turnierspieler exakt… Null Franken! … von der Teilnahme am SR-Preispool und einem möglichen Gewinn eines EPT Packages ganz zu schweigen…

 

Özden hat diese Posse als Kindergarten bezeichnet. Meines Erachtens liegt er mit seiner Einschätzung nicht ganz richtig… viel zu gemässigt! Krabbelgruppe finde ich angemessener… wobei ich nicht sicher bin, ob ich den eigentlichen Wonneproppen unrecht tue und ihre Intelligenz beleidige…

 

Das sind schwierige Voraussetzungen für ein vernünftiges Diskutieren am berühmten runden Tisch. Wahrscheinlich würde dieses Gipfeltreffen etwa wie folgt aussehen (bei allem Respekt gegenüber allen Babies und Kleinkinder dieser Welt): Armin, Chris, Patrick, Nadine, Rino und ich sitzen den grossgewachsenen… keine Ahnung, wie man das nennt… gegenüber, die unsicher auf Tripp Trapps sitzen und kaum Verständliches vor sich hin babbeln…

 

An alle Pokerturnierspieler, denen es noch nicht aufgefallen ist… die Streichung der SR-Turniere ist pure Veranstalterraison und eine Spielerentmündigung sondergleichen!

 

Pokerspieler aller Kantone vereinigt Euch!

 

Reto for President, Georg wäre ein passender Aktuar, Chris und Patrick kümmern sich um die PR, Christian, Jürgen, Armend, Peter und Özden im Vorstand, Kaspar, Pascal und Ljubo im Aufsichtsrat und als Ehrenpräsidenten schlage ich Hans Mahlstein, Otti Benelli und Alphons Jäggi vor. Ich stelle mich gerne als Berater zur Verfügung…

Anzeige: 1 - 12 von 12. Kommentare zu «Der „Staatsstreich“ der E.L.M. Fraktion»
 
Urs Bätschmann aus Gebenstorf sagt:
Dienstag, 11-05-10 08:19
Besser kann man es nicht Schreiben !

Danke Cem
 
Bahador Azad sagt:
Dienstag, 11-05-10 12:17
Wenn ein Mensch von Deiner Besonnenheit in seiner Sachlichkeit derart affektiert wird, ist wohl wirklich das Chaos ausgebrochen.

Wer Unfähigkeit zum konstruktiven Dialog vorwirft, solllte nicht selbst verbale Giftpfeile schiessen und (un)persönliche Beleidigungen bloggen. Denn das ist selbst vom Niveau irgendwo zwischen Krabbelstube und Kindergarten - und sicher nicht Deiner sonst üblichen konstruktiven Objektivität würdig. Der Blog ist Angriff. Oel ins Feuer.
Leute wie Dich braucht es als Mediatoren und coole Köpfe, nicht als zusätzliche Anheizer und Scharfmacher.

Auch wenn es nicht überall so gelebt wird - Poker ist Sport, ein Gentlemens´ Game. Zumindest von den alten Hasen dürfte man erwarten, diesem Paradigma auch in "Kriegszeiten" gerecht zu werden.

Dieser Staatsstreich (was den aufstand gegen eine gewisse obrigkeit, und damit die existenz einer obrigkeit impliziert) wird mittlerweile ausschliesslich auf dem Rücken von uns Spielern ausgetragen.
Uns bleibt nur zu hoffen, dass wir am Ende wirklich die so oft zitierten Profiteure dieser Auseinandersetzung sind. Denn bisher leidet nur das Klima in der Pokerszene und das Image nach Aussen. Und davon hat wirklich keiner was.

Situationen wie diese sind Klassiker der Spieltheorie - sie sind häufig absehbar und führen in aller Regel zu Lose-Lose situationen. (und damit sind kein hand-ranges gemeint).

Poker-Politiker und -Manager aller Kantone vereinigt Euch. (Zwischen uns Spielern hat es zuvor nämlich keinen wirklicken Disput gegeben).
-----------

Freu mich auf Deine nächsten Bloggs, mit dem allseits geschätzten rhetorischen Scharfsinn und Deiner sonst üblichen Political Correctness.
Affektierte Beiträge von rauchenden Koepfen gab und gibts es schon zu genüge.

Gruss
Ein Spieler und Fan (von Swissrannking und Schweizerskala, von buyin und pokeraction).
 
Cem Tasalan aus Gossau / SG sagt:
Dienstag, 11-05-10 13:58
lieber baha

lass mir doch... once a year... einen gefühlsausbruch gestatten... das hat so gut getan! und nicht vergessen... der ironische unterton schwingt immer mit...

lg

cem
 
Chris Engeler aus Dübendorf sagt:
Dienstag, 11-05-10 14:07
Cem wie immer sehr amüsant geschrieben, ein unterhaltender Beitrag mit scharfen Tönen.

Auch Dir Baha, danke für Deine gewählten Worte.

Nun, ich denke, dass auch Cem mal aus seiner ruhigen und besonnenen Art ausbrechend und aus seiner Haut fahren darf. Dies passiert uns wohl allen ab und zu und danach geben wir uns wieder die Hand. Wir sind ja Männer (oh je... hoffentlich habe ich jetzt nicht noch einen neuen Disput mit unseren Pokergöttinnen ausgelöst...)

Den Beteiligten von allen Seiten einen herzlichen Dank für Eure Engagement. Ihr alle habt einen grossen Teil zu Poker Schweiz beigetragen. Die Schweizer Skala ist eine gute Sache und ich habe viel Freude an den SR Punkten.

Nun die Beste Nachricht am heutigen Tag:

AM NÄCHSTEN MONTAG KOMMT ES ZUM RUNDEN TISCH

In dieser Nacht wurde der Termin vereinbart und das Treffen findet statt. Ich hoffe, dass bis dann die öffentlichen Angriffe und das gegenseitige Steinewerfen eingestellt wird.

Ich hoffe, dass in nächster Zukunft Poker Schweiz wieder zusammen nach vorne schaut und vor allem persönliche Diskrepanzen zur Seite geschoben werden, um dem Kerngeschäft, dem Poker wieder die volle Aufmerksamkeit zu schenken:

Mit besten Grüssen Chris
 
Patrick Schlatter aus Steinmaur sagt:
Dienstag, 11-05-10 17:24
Ich sehe durchaus einen Mehrwert durch Auschüttung eines "Jackpots" an die Spieler alle 4 Monate.
Jedoch habe ich mir überlegt, was zum Beispiel ein Spieler der als erstplatzierter des Rankings zwar bevorteilt (Chips) am Turnier Teilnehmen darf, dann aber ohne Geld ausscheidet über die letzten vier Monate in Form des Teilrakes einbezahlt hat.
Ich komme da tief geschätzt auf Minimum 1'000.- Chf.
Die ersten fünf bis zehn des Schweizerskalarankings müssten also unabhängig vom Finalturnierergebnis einen festen Betrag bekommen, dann wäre es fast Perfekt.....
Just my so sick 5 cents

Weitermachen....
 
Reto Locher aus Spreitenbach sagt:
Mittwoch, 12-05-10 02:33
CHF 1000.-- ????
HALLO?!! ;-)

Uuunglaublich wieviele Leute es auf dieser Welt gibt welche nicht mal die einfachsten Berechnungen durchführen können... Sick! Selbst wenn man eine einigermassen realistische Schätzung macht kommt man bei weitem nicht auf CHF 1000.—pro Spieler. Ich bezweifle sogar stark, dass überhaupt ein Spieler auch nur annähernd an die 1000er Marke rankommt. Ich möchte dir hier kurz was vorrechnen. Du hast gesagt Minimum! 1000.--. Also versuchen wir mal mit den 1K zu rechnen:

Es gibt insgesamt 3 Kategorien an SS Turnieren. Dabei betragen die SS-Anteile 6, 8 oder 10 Franken/Turnier. Um wirklich die 1K zu erreichen müsste man also 100 10er Turniere (Buy-in zw. 300-500) gespielt haben, und das Ganze in einem Zeitraum von gerade mal 120 Tagen (Jan.-April 2010). Entsprechend deren 125 bzw. 167! Bei 8er bzw. 6er Turnieren…. Und das alles in 120 Tagen Schlatter!!! Dazu kommt noch, dass es in diesen 4 Monaten wohl kaum 30 Turniere gab ab CHF 300.--. Bei der ganzen Zahlenjongliererei habe ich mal noch die rund 1400 Spieler aussen vor gelassen welche mind. 3 Punkte gesammelt haben und somit mindestens CHF 6.— mit in den Pot einbezahlt haben. Schlatter!, nach deinen Berechnungen wären im finalen Pot nicht lediglich 166K drin gewesen, sondern locker über 800K vielleicht sogar eine Million.
Du kannst auch einen anderen Weg wählen um ziemlich schnell herauszufinden, dass das was du -mal wieder- von dir gegeben hast absoluter Schwachsinn ist.
Nimm den finalen Pot (166‘828.--) teile diesen durch 150 Spieler und du bekommst einen „Buyin-Wert“ von CHF 1112.--…… und bei diesem Buyin sollen die Top150 je mind. 1K eingezahlt haben?, und dies wobei sie nicht einmal 10% der gesamten im Ranking geführten Spieler ausmachen?!!, tja…. Rechnen ist nicht jedermanns Sache, ganz besonders nicht jeden Schlatters Sache!!

Falls nun noch von mir eine Schätzung erwartet wird, möchte ich der natürlich auch noch nachkommen. Diese basiert natürlich auf wohlüberlegten Annahmen (entgegen Mr. Schlatters Schätzung!!).
Aaalso… angenommen die Top150 Spieler haben durchschnittlich 10 SS Turniere/Monat gespielt und dies bei einem durchschnittlichen SS-Anteil von 7.--, würde ich sagen hat ein Spieler der für das Finale qualifiziert ist, im Schnitt rund 280.— dafür ausgegeben. Und dies ist ziemlich grosszügig gerechnet um deiner Schätzung so nahe wie möglich zu kommen Schlatter!, näher geht wirklich nicht, sorry.

280? Bei einem Buyin-Wert von über 1112.--?, Wow, wirklich Sick Schlatter!, nicht?!!. . Glaubt man noch meinen Ausführungen meines letzten Kommentars des Engeler-Blogs (siehe: Miles and More von Chris Engeler), so wurden bestimmt mind. 80% des 166K Pots von den Veranstaltern einbezahlt. Der Durchschnitts Top150 Spieler hat somit also lediglich noch etwa CHF 56.—einbezahlt. Zudem haben deine angesprochenen 5-10 Top Spieler einen grösseren Startstack bei einem Turnier diesen Formates, ich würde sagen das ist Lohn genug. Meine Meinung.

Noch’n kleinen Abschnitt zur eigentlichen Thematik, SS vs. SR. Ich persönlich finde beide Systeme sehr interessant und spitze. Da ich solche Angelegenheiten gerne hinterfrage und analysiere, stelle ich mir selbst natürlich auch die nötigen Fragen.
Für mich persönlich ist das SR in unermesslichem Masse lukrativer als SS, und zwar deshalb weil SR für einen Spieler definitiv gratis ist (oder sind die SPL-, PT-, VP- und Centurio- Rakes nun tiefer seit letzter Woche?). Es ist also absolut Kostenfrei und dennoch wird was ausgeschüttet (Packages usw.), während man bem SS Ranking als Spieler definitiv zur Kasse gebeten wird (rund 60 Franken und etwas Geschick). Ich möchte beide Systeme keinesfalls missen müssen. Ich hoffe dieses grosse Treffen nächste Woche geht friedlich über die Bühne, und noch mehr hoffe ich, dass nach Lösungen im Sinne aller Parteien gesucht wird… alles andere wäre…… SICK!!!

Good night
Redow

PS: Cem, besten Dank für deine Wahlstimmen, ich fühle mich geehrt ;-)
Deinen Blog finde ich auch sehr interessant zu lesen, jedoch muss ich mich da Baha anschliessen. So nett er zu lesen ist, so überraschend ist er auch, aber ich habe Verständnis für deinen Groll, insbesondere wenn man dem Zirkus so nah ist wie du. Du hast es aber wenigstens bereits wieder eingesehen, was mich wiederum zu dir aufblicken lässt.
 
Patrick Schlatter aus Steinmaur sagt:
Mittwoch, 12-05-10 03:50
Fast richtig...., Minimum war das falsche Wort, dennoch;
Die Realität ist, das einige des letzten Rankings, fast jeden Tag mindestens ein Turnier gespielt haben, oder auchmal zwei n'est ce pas ? Oder willst Du mir hier erzählen ich wüsste nicht was auf dem Platz Zürich abgeht ? das wäre dann wirklich sick... ;-)
Ziehen wir fairerweise noch 20 spielfreie Tage ab.
Dann wären wir bei tiefgeschätzten 100 x 8 = 800.-

Im übrigen habe grundsätzlich ich vom erstplatzierten gesprochen und der war bei 26 Turnieren in den Punkten (518)
Ins Geld gekommen ist er bekanntlich nicht.
Ich gehe hier von einer eher hohen ITM Quote von 25 % aus. man rechne ?!

Unglaublich wieviele Blogschreiber nicht mal lesen können !

 
Reto Locher aus Spreitenbach sagt:
Mittwoch, 12-05-10 11:00
Schlatter!,

1.
muss ich zugeben habe ich meine Berechnungen andere Basiswerte zugezogen als in deiner "Vorgabe". Ich sprach von Durchschnittswerten du jedoch vom Topplatzierten.

2.
Überdenk deine Kalkulationen nochmal!, zum einen hat der Spitzenreiter 4 Top Monate zu verbuchen, und zum anderen hat auch dieser garantiert keine 100 SS-Turniere gespielt. Ich möchte hier keineswegs bestreiten, dass solche Spieler auffallend oft an den Tischen sitzen (ich zähle mich selbst auch zu den Vielspielern), aber 100 SS in 120 Tagen kann ich bei bestem Willen nicht glauben.
Ich habe mir mal seine 14 Turnierergebnisse vorgenommen die man wirklich nachvollziehen kann (Dank Pokeraction und Multiple-Ranking Turnieren... Praktisch, oder nicht… R.B.?!!). Er hat mit diesen 14 Resultaten 305 SS-Punkte erzielt, er hätte also nach deiner Rechnung mit den restlichen 12 Resultaten noch 213 erzielt, könnte an und für sich hinkommen, einverstanden. Woher du die 26 herangezogen hast wäre allerdings immer noch interessant. Kommen wir zu deiner Quote, ich für meinen Teil denke die ITM-Quote liegt bei diesem Spieler höher, zumal er wirklich gut aufgespielt hat die vergangenen Monate. Ich würde diese mal vorsichtig auf 28% heraufsetzen, aber ich habe da noch eine andere Quote für dich, und zwar die ITP-Quote (in the points). Hier liegen wir definitiv höher, ich nimm mal 33% an. Multipliziere ich deine 26 Turniere mit 3, erhalte ich nur noch ein Total von 78 gespielten SS-Turnieren.
Um weiter zu rechnen nehme ich ein Durchschnittliches Teilrake von 7.7 (endlich einmal ein Wert der wirklich begründet ist, denn 7.7 entspricht dem Mittel aller SS-Rakes der im PA-Profil aufgelisteten Resultate).
Aalso: 78 x 7.7 = 600.--…. soo Sick!!

Aber selbst 600 halte ich noch für einen ziemlich hohen Wert, glaube kaum jemand übersteigt diesen innert 4 Monaten.
Wendet man nun noch meine 80/20 Regel an, wären das gerade mal CHF 120.—für den Spitzenreiter des Rankings. Aber mal von dieser Regel abgesehen, sind selbst 600 nichts, zumal man hier ja einen „Quasi-Overlay“ von 512.—/pro Buy in geniessen darf. Bei deinen 800 Franken wären dies immerhin noch 312.--…. Um zurück auf den Punkt zu kommen, ich denke das doppelte an Chips die ein Spitzenreiter gegenüber dem Hauptfeld dafür bekommt ist Lohn genug, oder nicht?

3.
Verdammt, jetzt habe ich den dritten Punkt vergessen, ich hatte noch mal einen wirklich guten Punkt den ich dir an den Kopf werfen wollte… einfach vergessen, Sick!!
Egal, wird sich bestimmt mal wieder eine Gelegenheit ergeben, eventuell ja sogar mal an `nem Tisch… wäre mir eigentlich lieber!

cu @ the tables Schlatter!
 
Patrick Schlatter aus Steinmaur sagt:
Mittwoch, 12-05-10 11:59
Ja Halleljuis, jetzt kommst Du noch mit dem Paretoprinzip (80/20)
Ja so sick... ;-) Ja Hallaluja Nuts auf dem Flop verreckt...

Aber im, -jetzt ist er drei jahre alt-, Ernst.

Mein Punkt, - manche Leser werden es verstanden haben-, ist eigentlich ein ganz anderer, weit weg von in den SS (Holy moly) Points (...of Invest return)

Oder wie es ein sehr bekannter und mir sehr sympathischer Spieler unlängst nahe dem Feusisberg gesagt hat;
" Ich schätze nur drei Prozent aller bekannten Spieler im Grossraum Zürich sind wirklich im Plus !"

3 Prozent, aha..., mhhhmm....holy cow !!
Und der Witz dabei; Ich schätze diese Zahl noch tiefer ein, n'est ce pas..., es gibt nämlich die sogenannte Vollkostenrechnung, wie bei der Buchhaltung eines Unternehmens...
Fahrtkosten, Spesen, ect. pp.

Aber alles ist ja ok, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, ich bin ja der letzte der die These vom übertrieben Spielen, bis hin zur latenten Spielsucht und dem anschliessenden Poker Burn out wegen irgend eines Rankings aufrecht erhalten will.
In Pokerkreisen wird ja darüber auch nicht so gern gesprochen...., der Verdacht könnte ja plötzlich auf einem selber zurückfallen, man spiele über die eigenen oder vielleicht sogar bereits auf fremde Verhältnisse....

ich habe fertig, noch Fragen Kienzle ?




 
Kaspar H. Schmid aus Bachenbülach sagt:
Mittwoch, 12-05-10 13:10
@Reto & Patrick

herzlichen Dank dafür, das dieser Blog humoristischer/fröhlicher aufhört, als er begonnen hat....

@Cem: sorry my friend, aber Deine vorherigen Blogs haben mir sehr viel besser gefallen (auch wenn ich begreife, dass man auch einmal einen "Gefühlsausbruch" ausleben möchte)

@Baha: indeed eine intelligente Entgegnung! (was beweist, dass excellente Pokerspieler auch excellente Schreiberlinge sein können.. :-)...)

@Alle: ich hoffe, dass die unsäglichen öffentlichen Angriffe nun wirklich ein Ende haben und wir zurück zur Tagesordnung gehen können: dem POKERSPIEL!

Herzliche Grüsse und viel Glück an allen Tischen, an allen Schreibmaschinen etc....

Kaspar
 
Chris Engeler aus Dübendorf sagt:
Mittwoch, 12-05-10 13:24
Nur noch kurz zu den Mathematikern unter Euch.

Schweizer Skala finde ich persönlich eine gute Sache. SR Punkte mag ich auch sehr und ich hoffe auf eine Lösung am Montag.

Nun rund 2000 Spieler haben in den Pott von SS oder SSK einbezahlt, 40 waren im Final am Sonntag im Geld, ergibt 2%.

Ich qualifizierte mich als 129. fürs Finale mit 93 Punkten. Ich war lediglich bie 20 Prozent der von mir gespielten SS/SSK Turnieren ITM bzw in den Punkten und bezahlte Total für die Qualifikation CHF 224.00.
Bei den anderen Turnieren lag meine ITM Quote bei 35.8%, aber diese Zahlen sagen nicht viel aus (nein, nicht mehr Suck outs bei den SS/SSK Spielern, aber auch nicht die besseren Spieler sondern einfach eine Frage der Varianz). Ergo ein Spieler mit einer Quote von 20 Prozent musste für die Finalplatz-Qualifikation im Bereich von 100-150 rund 225.00 Franken Buy-In Kosten in Kauf nehmen. Alles andere könnte ihr selber rechnen.

Gruss chris

Gruss Chris
 
Reto Locher aus Spreitenbach sagt:
Mittwoch, 12-05-10 15:17
Schlatter!

ja heimatland, da wird man ja von vorne bis hinten nur angelogen von den Spielern, das ist ja absolut unerhört.
Mich würde es extrem interessieren was bei einer Umfrage rauskäme würde man mehreren Hundert schweizer Spielern die "+/- Frage" stellen.
Ich gebe dir absolut recht Schlatter!, dass nur ein kleiner Bruchteil der Spieler schwarze Zahlen schreibt... hier sind wir uns für einmal einig Schlatter!... Sick!!!

Eventuell stimmst du mir aber auch zu, dass ein Grossteil der Spieler (ein wirklich gigantischer Teil) auf die Frage mit einem "Plus" antworten würden. Hier wage ich es mal wieder eine Schätzung einfliessen zu lassen: Warscheinlich wäre von knapp 90% aller Befragten ein "Plus" zu hören.
Und gleich noch eine Schätzung: ich denke mal, so über den Daumen geschlagen, rund.... ungefähr, in etwa.... zirka gerade mal 10% schreiben wirklich schwarze zahlen. Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster und denke es sind doch mehr als du denkst, wer hier schlussendlich recht behält ist ungewiss.

Was an der Geschichte allerdings wirklich tragisch ist, ist wohl die Tatsache, dass von diesen rund 90% wiederum ein nicht unerheblicher Teil wirklich an seine schwarzen Zahlen glaubt.

those were my so sick 5 cents Mr. Schlatter!