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Von: Chris Engeler

Weshalb sind zurzeit so viele Tische SHORTHANDED?

Nun nach meinen Ausflügen ins nahe Ausland, Rozwadov CZ und Graz A, habe ich sehr wenig Turniere in der Schweiz gespielt.

 

Was mir jedoch aufgefallen ist, sind die stark sinkenden Spielerzahlen an den Turnieren. Die günstigen Turniere im Grand Casino Baden, Buy In CHF 75.00 jeweils Montags, Freitags und Samstags weisen nach wie vor sehr gute Besucherzahlen auf. Zudem konnten einige Veranstalter mit speziellen Turnier-Anlässen viele Spieler an die Tische locken.

 

 

Woran liegt dies, täusch ich mich oder ist der Boom tatsächlich ins Wanken geraten?

 

Sind die Spieler „leer“, am Ende mit den Finanzen, physisch am Anschlag und müde?

 

Ist der Traum vom Pokerpro in weite Ferne gerückt?

 

Das schnelle Geld, wo ist es geblieben?

 

Sind die Bankrolls der Spieler schon verpufft?

 

Haben einige weit über ihre Verhältnisse gespielt?

 

Spielt gar die Wirtschaftskrise auch bei den Pokerspielern mit und hält zwei Asse in der Hand?

 

 

Nun ich denke, dass mehrere Faktoren für die sinkenden Spielerzahlen der einzelnen Turniere verantwortlich sind.

 

 

Betrachten wir mal den Donnerstag von heute. Alleine auf Buy-In sind knapp über 50 Turniere registriert. Die Buy-Ins reichen von CHF 0 mit CHF 25.00 Rake bis zum heute höchsten Buy-In ausserhalb der Casinos, angeboten von der SPL Marmorera Poker CHF 260.00 plus 40.00. Registrierte Pokerspieler aktuell 26'292.

 

Nun ist es 1700 Uhr die Turniere beginnen in wenigen Stunden, lediglich 3-4 Turniere weisen einigermassen akzeptable Online-Anmeldungen auf.  Alle anderen werden entweder auch heute praktisch kaum frequentiert oder/aber verkommen zu Sit and Goes, allenfalls tauchen sie auf Pokeraction auch unter der Rubrik abgesagt auf.

 

 

Jetzt die Frage an Euch Spieler, Veranstalter, Dealer, Floormen, oder alle anderen Pokersachverständige:

 

Täusche ich mich, ist alles nur mein oberflächlicher Eindruck, denkt Ihr ähnlich und wenn ja, an was mag es wohl Eurer Meinung nach liegen?

 

 

Vielleicht ist alles auch nur die Ruhe vor dem grossen Sturm, dem Orkan, dem Tsunami und der perfekten Welle, dem Angriff auf die Top Plätze im Ranking, dem Weg zum Pokerolymp,  auch wenn einige Spieler diesen steilen Aufstieg, den Weg zu Ruhm und Ehre, nur noch mit den Kleidern der Altstoffsammelstelle bekleidet und unter der tatkräftigen Unterstützung des Co Sponsors Pfarrer Ernst Sieber, bis auf die Knochen ausgehungert und mit Augenringen, welche tiefer hängen als die Brüste einer 89-jährigen Porno-Queen, in Angriff nehmen können.

 

 

Eure Meinung zählt

 

 

Gruss Chris