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Von: Chris Engeler

Oder einfach nur eine Meuterei für ein Bounty

Am Donnerstag machte ich mich auf den Weg in den Süden, nach Thun. Ich wollte keine Stecklinge des Brotfruchtbaums aus Thaiti in die Antillen bringen, sondern lediglich Eure Admiralität Marc William Bligh Horisberger auf seinem Hauptschiff, dem CC Thun besuchen.

Trotz der langen Anreise in den Hafen von Thun, war ich zu früh da und konnte genüsslich einen Espresso an diesem herrlichen Frühlingstag auf dem Oberdeck des CC Thun mit Sicht auf das Wasser geniessen. Im Hintergrund die herrlichen Berge der Berner Alpen. Ruhe vor dem Sturm, ein paar Vögel am Zwitschern, wunderbar. Einfach mal die Hektik des Alltags hinter sich lassen, die Stille geniessen und abschalten.

Dann trafen die ersten Matrosen an Deck ein und begannen mit den Vorbereitungen. Langsam fanden auch die Passagiere den Weg ins CC Thun und bezogen ihre Kojen. Auch der Buy-In-Sailing-Master, Sascha John Fryer Crescionini gab sich die Ehre.

Bei 89 Passagieren wurden die Luken geschlossen und das CC Thun stach pünktlich, jedoch ohne Führung in See. Käptn Admiral Marc William Bligh Horisberger glänzte vorerst durch Abwesenheit, liess jedoch durch den 2. Offizier verkünden, dass er das Bounty nicht in Form eines Twix vergeben würde, sondern demjenigen, welcher gegen mich Nuts in den Händen hält, den Abend durch eine 150er Buy-in Fahrkarte fürs CC Thun versüssen werde.

Von Tisch zu Tisch wurde ich gesetzt, um allen die Möglichkeit zu geben, mich von Bord zu schmeissen. Wie ein Blinder Passagier wurde ich umhergestossen. Ich war gezwungen, Beton zu spielen. Dann neigte sich mein Kampf dem Ende zu. Der Fisch war im Netz, gefangen, umringt von Haien und Piranhas, sowie einer gemeinen Muräne, welche in der Höhle auf Beute lauerte. Die Muräne limpte aus middle position, der Piranha im Cutoff raiste all-in, ich auf dem Button stellte meine beiden Mädels ebenfalls all-in. Im Big Blind sass da noch JAWS und pushte seine Chips auch in die Mitte und die Muräne folgte den Wogen des Meeres. Piranha hielt BIG SLICK, ich umarmte SIEGFRIED AND ROY, Sharky nannte die POCKET ROCKETS sein eigen und die gemeine Muräne schnellte mit QJ aus der Höhle hervor. Flop KT9, die Muräne hatte NUTS gefloppt, Turn und River blankten aus. Die Muräne erlegte auf hinterlistige Art und Weise den Herrscher der Meere, den Jäger des Amazonas und mich, den kleinen Nemo, mit einem Biss.

Sailing Master Sascha John Fryer Crescionini war hell begeistert und bereicherte die Muräne zum Dessert noch mit einem weiteren Leckerbissen. Er setzte dem Bounty noch einen drauf und übergab Beat Wüthrich die Zusicherung zur Teilnahme fürs Master-Vegas-Final (bwin-tour).

Nach meinem Ausscheiden genoss ich den gemütlichen Small Talk mit dem Käptn, einigen Spielern und Sailing Master Sascha.

In den frühen Morgenstunden verliess ich das Schiff und machte mich mit meinem Tender auf meine Itinerary nach Hause. Der Heimweg schien ewig zu sein. Vermutlich hätte ich die längste Anreise gehabt, wäre da nicht lilicomefromthemoon ebenfalls am Turnier dabei gewesen.

Danke Mark und Sascha für die Gastfreundschaft, danke dem super Personal des CC Thun und natürlich den zahlreich erschienenen Spieler/innen, es war toll bei Euch.

Das CC Thun ist nach wie vor die Top-Location für Pokerspieler schlechthin. Es wäre super, wenn auch unsere symphatischen Freunde aus Bern sich beim einen oder anderen Turnier für die SR-Events Punkte holen könnten, um nebst den Schweizer Skala Jackpot Turnieren auch an den Endturnieren des SR teilnehmen zu können.

Thanks
Chris "NEMO" Engeler