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Zugegeben es waren zwei desaströse Wochen in Wien. Cashgame minus, Turniere nix ITM (in the money). Ich bin überhaupt nicht zufrieden.

 

 

Es fing an dass die Ärzte dieser Welt alle nach Wien gekommen sind und einen Kongress abhielten. Hotelzimmer waren eine Seltenheit, so dass ich sogar eine Nacht mit Dragan Galic und Nino Murati habe verbringen müssen. Für welche es interessiert: Dragan und Nino sind ganz feine Kollegen ohne Absichten und ohne nächtliche Geräusche. Neben- und „Last longer“ Wetten beflügelten unsere anfänglich schlechte Phasen.

 

Um nicht jeden Tag ein neues Hotel zu suchen, sind wir ins 30 Kilometer von Wien entfernte Baden gefahren, und haben dann dort unser Hauptquartier aufgeschlagen und sind dann mit meinem kleinen Flitzer nach Wien zu den Partien gefahren. Navigation sei Dank. Im verrauchten Concorde Casino oder im besser belüfteten Montesino gab es gute Partien, doch leider wurden wir zu oft „gerivert“. Doch das gehört zu unserer Beschäftigung dazu. Es hiess daher als Alternative etwas im Internet zu zocken (im CCC kein Problem). Der Verlust ist begrenzt.

 

Nicht so für den „Pokerstorm“ Dragan Galic. Der wurde gestern wieder sensationeller Zweiter an der CAPT. Er beweist es immer wieder, dass ers kann. Einmal hinter Thomas Hofmann in Salzburg, und in Graz hat er das Ding dann geholt. Er wird übrigens auch an der Turnierwoche in Baden im Aargau teilnehmen. Herzliche Gratulation mein Freund!

 

 

 

Oesterreich ist auch für kulinarischen Genüsse bekannt. Klar gibt es dann für die Pokerspieler auch immer Verköstigungsmöglichkeiten, welche man oft direkt beim Spiel einnehmen kann. Doch während der Master Classics Turnierserie, stellt das Concorde Casino immer ein Zelt auf dem Parkplatz auf und da gibt es für die Turnierteilnehmer ein reichhaltiges Buffet. Qualitativ hervorragend. Sogar mit Gratisgetränken. Allererste Sahne. Lediglich eine gute Kaffeemaschine vermisste ich. Ansonsten gibt es in Wien eine Menge guter Lokale.

 

Baden bei Wien ist anders. Früher gab es während der Turnierwoche in diesem von Casino Austria betriebenen auch ein Buffet. Ein Preis während der ganzen Zeit und man musste sich nicht mehr um die Nebenkosten kümmern. Alkohol war inklusive und neunzig Prozent der Spieler waren immer etwas heiter unterwegs. Der Betrieb war rund um die Uhr offen. Heute wird das Casino um 6 Uhr morgens geschlossen und bis 14.00 Uhr hat das Personal Zimmerstunde.

 

Das Buffet ist auch nicht mehr, vielmehr gibt es jetzt ein „Pokerrestaurant“, welches eine kleine Menükarte anbietet. Ich sass mit einigen deutschen Urgesteinen am Tisch und einer dieser Kollegen bestellte ein Rinderfilet „medium rare“. Das Filet kam „well done“. Er hats zurück gegeben und dann bekam er das gleiche Teil nochmals. Mit dem demselben Anschnitt wohlgemerkt und noch mehr durch. Er gab sein Stück Fleisch erneut zurück und bemerkte, dass er ein neues verlange. Es kam dann eines „medium“. Er murrte schnell und ass um sein Turnier nicht zu verpassen. Ich bestellte einen Saibling (Fisch) mit Risotto für 22 Euro. Doch der Koch schien mir verliebt zu sein und der Reis war versalzen. Ich hatte Hunger und ass ohne Murren meinen Teller auf. Leider hätte ich aufhören sollen. Der Fisch war nicht gut. Ich seuche heute mit verdorbenen Magen rum.

 

Poker geht heute nicht mehr. Schade der sehr guten Organisation wegen. Die Abreise in die Schweiz ist deshalb schon heute geplant. Am Sonntag morgen, geht es dann Richtung Afrika. Die WPT in Marrakech wird dort gespielt.

 

Cheers Martin